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Schule und Corona: Gedanken einer 9. Klässlerin

Schule und Corona: Gedanken einer 9. Klässlerin published on Keine Kommentare zu Schule und Corona: Gedanken einer 9. Klässlerin

von Chiara

Die Corona-Pandemie hinterlässt schon seit einiger Zeit Spuren in allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens. Zwar stehen nun einige Lockerungen in Aussicht, die Rückkehr zum geschäftigen Normalzustand ist allerdings vorerst nicht absehbar. Dies betrifft auch und insbesondere Schulen, die zur Zeit nur vereinzelt Präsenzunterricht anbieten können. Viele Schüler*innen sehen sich mit den ersatzweise eingerichteten digitalen Unterrichtsformen überfordert. Welche Konsequenzen dies für den Lebensalltag der betroffenen Schüler*innen hat und welche persönlichen Gefühle damit verbunden sind, beschreibt Chiara, eine 9. Klässlerin aus Bayern, die dem Thema einen eigenen Beitrag gewidmet hat.

Plakat fotografiert von Lena in Bochum: „Ihr könnt uns unsere Gesundheit nehmen, aber nicht unsere Stimme! Das Abitur 2020 ist #zumscheiternverurteilt #neueschule“.

Jetzt, in Zeiten der Corona-Pandemie, wird unser aller Leben auf den Kopf gestellt. Für mich, als 9. Klässlerin eines bayrischen Gymnasiums ist es schon anstrengend genug.

Wie geht es aber anderen Schüler*innen durch die Pandemie? Bringt diese Ausnahmesituation nicht noch mehr Ungerechtigkeit in das deutsche Schulsystem?

Da Deutschland schon 16 verschiedene Schulsysteme hat, wird dies durch die Pandemie noch komplizierter. Statt zusammen zu arbeiten, arbeiten die Ministerpräsident*innen meist aneinander vorbei. Dies wird deutlich bei der Wissenschaftsakademie Leopoldina und dem Robert-Koch-Institut. Während Leopoldina vorschlägt, eher jüngere Schüler*innen eher in die Schule zurückzulassen, will das RKI das genaue Gegenteil.

Man hört es von vielen Schüler*innen: Sie fühlen sich benachteiligt, vor allem die Abiturient*innen. Es ist für mich unvorstellbar, volle Konzentration für meinen Abschluss in so einer stressigen Zeit aufzubringen.

Ich persönlich fühle mich in vielen Bereichen gestresst, kann mich aber zum Glück auf gegenseitige Hilfe von Freund*innen verlassen. Kaum sind die einen Hausaufgaben fertig, geben uns die Lehrer*innen wieder neue. Alles häuft sich und oft kommt man nicht mit.

Dazu habe ich auch meine Freund*innen L., R. und A. gefragt, wie sie sich fühlen:
L. findet, dass es eine interessante Situation ist, die neue Potenziale für das Voranbringen der Digitalisierung bietet.
R. sagt, es sind sehr viele Aufgaben auf einmal, denen man nicht gewachsen ist.
Und A. urteilt positiv über unsere Schule, da diese, wie auch die Lehrer*innen, alles gut unter Kontrolle haben und es schlimmere Beispiele gibt.

Und zwar nicht wenige. Viele Schüler*innen sind durch Herkunft, Vermögen und Schulstandort noch mehr benachteiligt als es ohnehin schon der Fall ist.
Die Schul-App Mebis, die in der momentanen Situation existenziell ist, wurde gehackt und die schul.cloud ist oft, aufgrund hoher Nutzung, zu langsam.

Alles in Einem wirkt die derzeitige Lage in Hinsicht auf Covid-19 unkoordiniert. Damit müssen wir aber leider klarkommen und jetzt erst recht einander Solidarität bezeugen. Egal, ob Arbeit oder Schule. Lassen wir nicht zu, dass noch mehr Menschen einen Rückschlag erleiden, sondern lasst uns sie unterstützen.

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