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„Wir brauchen mehr feministische Männer!“– Ein Interview mit Stefanie Lohaus und Tobias Scholz

„Wir brauchen mehr feministische Männer!“– Ein Interview mit Stefanie Lohaus und Tobias Scholz published on 1 Kommentar zu „Wir brauchen mehr feministische Männer!“– Ein Interview mit Stefanie Lohaus und Tobias Scholz

Steffi Raible

Die Veranstaltungsreihe „Sowohl als Auch“ des Gleichstellungsbüros der TU Dortmund stellt regelmäßig Stimmen zu feministischen Diskursen aus Wissenschaft und Kultur vor. Zum Thema „Zwischen Karriere und Kinderkacke“ sprachen am 16.05.2017  u.a. Stefanie Lohaus (Missy Magazine) und ihr Mann Dr. Tobias Scholz, die eine gleichberechtigte Aufteilung von Erwerbsarbeit und Care Arbeit in ihrer Partner- und Elternschaft leben (50:50-Modell) und darüber ein Buch geschrieben haben. Im Anschluss an die Veranstaltung traf ich mich mit den beiden Autor*innen, um mit ihnen über gleichberechtigte Elternschaft, Männer im Feminismus und Neoliberalismus zu sprechen.

Foto: Neumann

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Gurr im Gespräch

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von Laura

Gurr – das sind Andreya Casablanca und Laura Lee Jenkins. Die beiden Wahlberlinerinnen gründeten die Band – ein Mix aus garagepop und riotgrrrl – bereits 2012 und sind seitdem nicht zu stoppen! Laura hat ihren Gig bei Bochum Total 2017 genutzt, um mit den beiden über Frauen im Musikbusiness, ihren Musikerinnen-Alltag und Lieblingsbands zu quatschen!

Am 08.12. könnt ihr sie im Hotel Shanghai in Essen selbst live erleben! Kommt vorbei und rockt mit uns <3

Wie erlebt ihr als Frauen die Musikbranche? Wird man als Frau mit Gitarre auf der Bühne ernstgenommen?

Andreya Casablanca: Also man wird ernstgenommen, aber es gibt immer wieder so Ausrutscher, bei denen man denkt, wir befinden uns noch im Mittelalter oder so. Zum Beispiel Bochum Total: mich hat auf der Website schon total genervt, dass sie von Female Garage Rock schreiben, anstatt einfach von Garage Rock. Aber ich finde, im Indie Bereich, in dem wir uns bewegen, ist es mega cool und wir fühlen uns nicht benachteiligt. Letztens haben wir aber gemerkt, dass es in der Punk Rock Szene noch etwas anders aussieht. Da kommen Leute nach dem Konzert zu uns und sagen „Es ist so toll, auch mal Frauen auf der Bühne zu sehen“.
Wenn man immer wieder in so eine Nische gepackt wird, sensibilisiert man sich auch für dieses Thema und ich merke, dass ich selber sehr sensibel darauf reagiere, wenn ich denke: „Ach die reduzieren uns schon wieder nur auf unser Gender“, wobei es gar nicht immer so ist. Na ja, aber wir stellen uns trotzdem manchmal die Frage, ob wir bei manchen Veranstaltungen nur dabei sind, um die Frauenquote zu erfüllen.

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Nach der Wahl – Noch ein Text

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Johanna Ziemes

Vor wenigen Wochen wurde der Bundestag gewählt und eine Partei mit völkischen, rassistischen und auf Ungleichheit abzielenden Inhalten ist nun im Bundestag vertreten. Viele Menschen mit denen ich über die Bundestagswahl 2017 gesprochen habe, waren schockiert, traurig und ängstlich. Die Reaktionen dieser Menschen erwuchsen in den seltensten Fällen aus einem Unwissen gegenüber den Umfragewerten oder einem Glauben, dass Deutschland eigentlich schon „irgendwie in Ordnung“ wäre. Trotzdem war das Ergebnis der Wahl für viele ein Schlag in die Magengrube, die seit Jahren oder Jahrzehnten für eine feministischere Welt kämpfen. Mir hat es erneut vor Augen geführt, wie wichtig es für mich ist, mich weiterzubilden und meine Wege des Aktivismus zu finden. Zu meiner Verarbeitung gehört auch das Schreiben von Texten zur Sammlung meiner Gedanken. Ich möchte mit euch diese Gedanken und Strategien teilen, die ich gemeinsam mit klugen und lieben Menschen erarbeitet habe und die für mich nach diesem Wahlergebnis besonders wichtig sind.

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Rezension: Good Night Stories for Rebel Girls

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von Laura

Mehr als Prinzessin.
Gute-Nacht-Geschichten von beruflicher und biographischer Vielfalt

Was willst du später einmal werden?
Diese Frage kennen wir wahrscheinlich alle aus der Schule oder von der Oma. Vielen von uns fällt die Beantwortung heute schwerer, als mit 10. Wer von euch antwortete damals auch aus voller Überzeugung Tierärztin, Lehrerin oder Sängerin? (Dass wir so leicht keine Prinzessinnen werden konnten, hatten wir relativ schnell raus, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.)
Auch heute zählen diese zu den beliebtesten Berufen unter 10 bis 12-Jährigen Mädchen – aber wen wundert`s bei dem großen Angebot an immer gleichen Vorbildern in Kinderbüchern und –filmen? Die genannten Berufe sind keineswegs schlechte. Problematisch ist, dass die Bandbreite sich über Jahre hinweg nicht vergrößert und die Mädchen nur selten dazu angeregt werden, über den abgebildeten Tellerrand zu blicken.

Einen Gegenpol zu der kitschig-glitzernden Ponyhof-Welt bildet das Buch „Good Night Stories for Rebel Girls – 100 Außergewöhnliche Frauen“ von Elena Favilli und Francesca Cavallo. Name und Design sind ansprechend und erzeugen auch unter fast 30ern den Wunsch, es demonstrativ in den Schrank zu stellen. In dem Buch werden 100 verschiedene Biographien von Frauen aus aller Welt in kurzen Portraits vorgestellt. Jedes Portrait enthält eine eigene Illustration. Insgesamt sind am Buch über 60 internationale Künstlerinnen beteiligt, womit allein schon ein Statement gegen den Mythos des männlichen Künstlers gesetzt wird.

Mathematikerin, Radsportlerin, Flugpionierin, Bundeskanzlerin, Aktivistin, Dichterin, Grundschülerin, Piratin, Malerin, Rockmusikerin, Astronautin, Meeresbiologin, Ärztin, Königin, Physikerin, Rapperin, Sportlerin, Dirigentin, Reporterin, Ballerina, Surferin, Pharaonin, Spionin, Rennfahrerin.

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„Das Mikrophon weitergeben“ – Ein Interview mit Alica und Anna vom *innenAnsicht Magazin

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Kennt ihr schon das Magazin *innenAnsicht? Im Rahmen unserer #grrrlsconnect Aktion haben wir Anna und Alica – die beiden Initiator*innen dieses tollen Projektes – für ein Interview getroffen!

Wer seid ihr? Sagt doch mal ein paar Worte zu euch!

Alica: Ich bin Alica, das ist Anna. Wir studieren beide „Kultur- und Medienpädagogik“ an der Hochschule Merseburg. Und wir sind die Gründer*innen von der *innenAnsicht.
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