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Die unsichtbaren Dichterinnen – Weibliche Präsenz im Deutschbuch

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Von Veronika Merkel

William Shakespeare, Theodor Fontane oder Friedrich Schiller. Alle kennen wir ihre Namen, einige von uns auch ihre Gedichte und Geschichten. Im Schulunterricht sind sie aus vielen Deutschbüchern kaum wegzudenken. Ich selbst bin ein großer Freund von Lyrik, Gedichten und Geschichten dieser großartigen Schriftsteller. Nur eine Gemeinsamkeit dieser Dichter und Denker, welche wir alle so gut kennen, zeigt sich deutlich. Sie sind alle Männer. Ich habe mich mit unseren Büchern aus dem Geschichts- und Deutschunterricht etwas näher befasst und erschreckend feststellen müssen, dass Frauen, wenn sie denn überhaupt erwähnt werden, nur am Rande vorkommen. Liegt es etwa daran, dass Frauen nun mal nichts schreiben, oder damit einfach nicht so erfolgreich sind wie Männer? Mit Sicherheit nicht!

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Ehegelübde

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Von Caroline Königs

Schon 2015 berichteten wir über Caroline Königs und ihre Leidenschaft für alles, was mit dem Theater zu tun hat. In diesem Text beschäftigt sie sich nun mit der Institution Ehe.

Nachdem er sich an schweren Dämpfen gefüllter Luft aufbläht, zerfällt der dumpfe Körper. Wie dem auch sei, ich lasse ihn liegen, ich tue so, als sei er nicht mein Problem. Zusammen mit dem Mundgeruch zuckt er zusammen. Das ist das Eheglück, das wir uns erhofft hatten, vereint im Schlaf, das Glück zusammen aufzuwachen. Der Schweiß tropft in Perlen, sickert zu mir, nachdem er die Matratze durchmiefte. Das pulsierende Fleisch in deinem Schoß, abgestorbene Adern der Zierde, blaues, verfaultes Fleisch taumelt hin und her. Da ist keine Kraft in dir. Spindelnde Handgelenke versteckt unter Adern, hässliche Gesichtszüge unter dem Bart, erschreckende Kleine versteckt unter Leinen. Ein Berg des Verbrauchens entehrter Luft. Dein Mund zuckt in deinem Traum. Naivität lässt mich nicht schlafen gehüllt im Schleier der Scheinheiligkeit.Continue reading Ehegelübde

Wir wollen wissen, was Liebe ist – 50 Grades of Shame von She She Pop

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She She Pop beim Impulse Theater Festival 2016

  von Judith Ouwens

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(c) Judith Buss

Die erste Notiz in meinem Block für diesen Abend lautet „es ist übertrieben voll”. Menschen mit Jutebeutel und Hipster-Brille drängeln sich an der Seite der offiziellen Schlange Richtung Eingang und auch an diesem Abend beweisen She She Pop, dass sie zu Recht zu den Top of the Pops der freien Theaterszene gehören.

Drei Mitglieder der Kollektivs treten mit fünf Mitspielern auf, größtenteils aus dem Ensemble der Münchener Kammerspiele, wo die Produktion erarbeitet wurde. Sie treten uns als beispielhafter Lehrkörper gegenüber, denn wir wollen wissen, was Liebe ist und sie wollen es uns erklären und zeigen wollen sie es auch… Sie sehen seltsam verschroben aus, Kostüme, die mit Puffärmelchen an Wedekind angelehnt sind, ein flauschiger rosa 80er Jahre-Pulli und dünne Männerbeinchen in kurzen Hosen. Komische Typen. Die Mitspieler stehen für gesellschaftliche Gruppen, die innerhalb des Ensembles nicht vertreten sind: Der heterosexuelle Mann, ein älterer Mitspieler, eine echte Jugendliche. Eine ältere Frau, so um die 70, habe es auch bei den Münchener Kammerspielen nicht gegeben, denn Frauen verschwinden irgendwann von der Bildfläche, wird nebenbei bemerkt. Continue reading Wir wollen wissen, was Liebe ist – 50 Grades of Shame von She She Pop

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