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Das Festival und ich.

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von Laura Chlebos

Unkontrollierte Eindrücke vom Internationalen Frauenfilmfestival 2017

Das Internationale Frauenfilmfestival 2017 hat in Dortmund begonnen und mich bereits verschlungen. „IN CONTROL… of the situation / Alles unter Kontrolle“, so lautet das diesjährige Motto. Nichts dergleichen fühle ich im Moment. Die geballte Frauenpower, die mir in Form von Film, Vorträgen und Performances entgegenschlägt, reißt mich in einen Strudel. Als dilettierende Journalistin und Filmredakteurin verliere ich hier schnell die Distanz zum gezeigten Gegenstand. Ich erkenne den revolutionären Moment eines Festivals, auf dem ausschließlich Filme von Frauen gezeigt werden – in einer männerdominierten Branche. Mich als Aktivistin interessiert mehr der transportierte Inhalt als die aufbereitete Form und doch lerne ich auch in diesem Bereich dazu und merke, meine Intuition und mein fachfremdes Wissen sind hier nicht fehl am Platz.

Das jährlich stattfindende Festival (abwechselnd in Dortmund und Köln) ist für mich Empowerment in seiner radikalsten Form. In kürzester Zeit lerne ich die Arbeiten verschiedener, mir vielleicht noch unbekannter Filmemacherinnen kennen, bekomme Einblicke in sonst unbeachtete Lebensrealitäten und einen Intensivkurs in Selbstreflexion.
Auch in diesem Jahr eile ich wieder vom Dortmunder U rüber zur Schauburg, wälze im Kartoffel-Lord das Programm oder nehme die U-Bahn Richtung Nordstadt zum sweetSixteen Kino und verpasse doch so viel. Ich fühle mich, wie in einer Blase: höchstkonzentriert, offen für Neues und ständig im Dialog mit Gegenstand und Innenwelt.

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Wer hat Angst vor Geisterjägerinnen? – Von Trailern und Trollen

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von Jott C

Ich gebe es direkt zu, ich muss nicht um meine Kindheit bangen – in meinen Erinnerungen gibt es keine heldenhaften Geisterjäger, die nun von den Bildern unlustiger, fehlbesetzter Gestalten überlagert werden könnten, die sich anmaßen, ebenfalls in die sandfarbenen Ganzkörperanzüge zu schlüpfen. Oder vielmehr, deren Regisseur sich erdreistet, sie dort hineinzustecken. Nein, ich habe nie dabei zugesehen, wie Dr. Peter Venkman von grünem Schleim bespuckt oder New York von den dröhnenden Schritten des Marshmallow Man heimgesucht wurde. Ob es daran lag, dass mich ein Trupp von vier Leuten in sandfarbenen Ganzkörperanzügen als Identifikationsfiguren einer Filmhandlung nicht genügend angesprochen hat oder ich mich einfach nicht für Geister interessierte, kann ich heute nicht mehr sagen.

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quelle: gamespot.com/articles/original-ghostbusters-coming-back-to-theaters/1100-6439362/

Aber neulich sah ich einen Trailer (deutsch, english), in dem Geister und Schleim und vier Leute in sandfarbenen Ganzkörperanzügen vorkamen, und hatte plötzlich – zumindest mental – die Kinokarte schon in der Hand. Während ich noch ganz überrascht von meinem plötzlichen Interesse an dieser Art Film bin, fällt mein Blick auf die Kommentarleiste und ich erfahre: Die neuen Ghostbusters (übrigens allesamt Frauen*) stehlen die Kindheit derer, die die jetzt verstoßenen

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quelle: eonline.com/news/ghostbusters

Helden des alten Films angehimmelt hatten. RIP Kindheit. Oha. Ich lese weiter: Die Legende wurde zerstört. Nur wegen der ganzen Feministinnen kommen jetzt so viele Frauen an Hauptrollen! Langsam reicht‘s aber mal mit diesem ganzen Gleichberechtigungsschwachsinn! – Was geht denn hier ab? In welchem misogynen Shitstorm bin ich gelandet?

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