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Not my kind of feminism! Lasst uns – ein letztes Mal – über Lena Dunham reden

Not my kind of feminism! Lasst uns – ein letztes Mal – über Lena Dunham reden published on 3 Kommentare zu Not my kind of feminism! Lasst uns – ein letztes Mal – über Lena Dunham reden

 

von Laura

Dunham ist den meisten von uns als Schauspielerin, Regisseurin (Girls) oder Buchautorin (Not that kind of girl) bekannt – aber auch weil sie regelmäßig verbal daneben langt und dann mit einer eher fadenscheinigen Entschuldigungen um die Ecke kommt. Beim mindestens zehnten Mal wirkt es einfach unglaubwürdig. #sorrynotsorry

[Achtung: Dieser Twitteraccount ist eine satirische Antwort auf Dunhams verhalten]

Not my kind of feminism!

Als Macherin der Serie Girls wird sie von vielen als feministische Ikone gefeiert, da sich viele Frauen mit den Protagonistinnen der Serie identifizieren können. Diejenigen, die das machen, sind wahrscheinlich weiß, so wie ich, denn so gut wie alle Darsteller*innen sind weiß. Punkt. Und ja, ich habe nach Erscheinen auch reingeguckt und fand manche Szene witzig und authentisch. Aber eine (in zumindest mancher Augen) gute Idee kann dir nicht dein ganzes Leben lang den Arsch retten!

Also worum geht es?

Vergangene Woche hat die Girls-Schauspielerin Aurora Perrineau Vergewaltigungsvorwürfe gegen Murray Miller, den Drehbuchautor der Serie, erhoben.

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Wir machen ein Zine! – #3 Body Positivity

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Worum soll es in dem Zine gehen?

Unser drittes Zines soll sich mit dem Thema Body Positivity auseinandersetzen. Die Body-Positive-Bewegung kritisiert fixe Geschlechterrollen, westliche Schönheitsvorstellungen und Gesundheitsnormen. Ihre Akteur*innen demonstrieren für die Anerkennung und Wertschätzung vielfältiger Körperbilder und gegen den gesellschaftlichen Druck, den körperlichen, gesundheitlichen und mentalen Idealen zu entsprechen.

Body Positivity heißt, den Körper im Ist-Zustand anzunehmen und zu lieben.

Die Bewegung ist international und intersektionell, das heißt die Akteur*innen visualisieren und thematisieren Mehrfachdiskriminierung aufgrund von z.B. Körperform, Hautfarbe, Gesundheit, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und sozialer Herkunft. Wir können lernen, dass nicht alle Menschen die gleichen Erfahrungen im Leben machen, was auch Diskriminierungserfahrungen einschließt.

Aber was bedeutet das in der Praxis? Zum Beispiel hat eine weiße, dünne Frau mit blonden Haaren mehr Privilegien, als eine dicke Women of Color, die ihr natürlich krauses Haar trägt.

Body Positivity heißt auch Self-Care. Brauchst du manchmal auch eine Auszeit? Gönnst du dir dann ein heißes Bad mit einer Lush Bath Bomb? Oder bist du lieber mit deiner Gang unterwegs und ihr schlagt euch die Bäuche mit Pizza voll?

Doch durch die Verwässerung der radikalen Botschaft, gesellschaftliche Schönheitsideale über Bord zu werfen und Körpervielfalt zu feiern, verliert die Bewegung an Kraft. Unternehmen eignen sich die wichtigsten Slogans “All bodies are beautiful” und “Body Positive” an, um Kosmetik, Kleidung und sogar Diätprodukte zu vermarkten. Und auch einige Stars der Bewegung, wie Tess Munster, Megan Jayne Crabbe und Gala Darling verkaufen Ratschläge und Selbstbewusstsein in ihren Büchern. Aber nicht nur das: ein kurzer Blick auf die Profile von Munster und Co. zeigt, wie sie mehr Normen reproduzieren, als abbauen. Die oben erwähnte Intersektionalität bleibt zum Leidwesen anderer Akteur*innen auf der Strecke. Wertvolle Perspektiven geraten so in den Hintergrund und am Ende steht nur wieder white feminism.

Ihr seht, Body Positivity ist ein breites Feld, nicht schwarz oder weiß und mit viel Diskussionspotential!

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Rezension: Good Night Stories for Rebel Girls

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von Laura

Mehr als Prinzessin.
Gute-Nacht-Geschichten von beruflicher und biographischer Vielfalt

Was willst du später einmal werden?
Diese Frage kennen wir wahrscheinlich alle aus der Schule oder von der Oma. Vielen von uns fällt die Beantwortung heute schwerer, als mit 10. Wer von euch antwortete damals auch aus voller Überzeugung Tierärztin, Lehrerin oder Sängerin? (Dass wir so leicht keine Prinzessinnen werden konnten, hatten wir relativ schnell raus, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.)
Auch heute zählen diese zu den beliebtesten Berufen unter 10 bis 12-Jährigen Mädchen – aber wen wundert`s bei dem großen Angebot an immer gleichen Vorbildern in Kinderbüchern und –filmen? Die genannten Berufe sind keineswegs schlechte. Problematisch ist, dass die Bandbreite sich über Jahre hinweg nicht vergrößert und die Mädchen nur selten dazu angeregt werden, über den abgebildeten Tellerrand zu blicken.

Einen Gegenpol zu der kitschig-glitzernden Ponyhof-Welt bildet das Buch „Good Night Stories for Rebel Girls – 100 Außergewöhnliche Frauen“ von Elena Favilli und Francesca Cavallo. Name und Design sind ansprechend und erzeugen auch unter fast 30ern den Wunsch, es demonstrativ in den Schrank zu stellen. In dem Buch werden 100 verschiedene Biographien von Frauen aus aller Welt in kurzen Portraits vorgestellt. Jedes Portrait enthält eine eigene Illustration. Insgesamt sind am Buch über 60 internationale Künstlerinnen beteiligt, womit allein schon ein Statement gegen den Mythos des männlichen Künstlers gesetzt wird.

Mathematikerin, Radsportlerin, Flugpionierin, Bundeskanzlerin, Aktivistin, Dichterin, Grundschülerin, Piratin, Malerin, Rockmusikerin, Astronautin, Meeresbiologin, Ärztin, Königin, Physikerin, Rapperin, Sportlerin, Dirigentin, Reporterin, Ballerina, Surferin, Pharaonin, Spionin, Rennfahrerin.

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DienstagsPOTTPOURRI #4 | Leseempfehlungen und Termine in NRW

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Wie jeden Dienstag gibt’s hier unsere Lese- und Ausgehtipps der Woche.

Wenn ihr über interessante Artikel oder Videos stolpert oder selbst mal einen Blogbeitrag bei Feminismus im Pott veröffentlichen wollt, schreibt uns gerne eine Mail oder bei Facebook. Für eure Gedanken, Ideen & Meinungen ist in den Kommentaren wie immer Platz 🙂


Unsere Leseempfehlungen:

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Menstruation

Zieht euch diesen amüsanten und gnadenlos ehrlich geschriebenen Blogbeitrag von lassunsueberdieliebereden rein: „Und ob ich jetzt free bleeder bin, meine Monatsblutung mit ner Kaffeetasse auffange oder mir gegerbtes Rindsleder in den Schlübber stecke, kann dir auch einfach echt egal sein. Nichts davon hat dich zu anzuwiedern. Menstruation sollte einfach kein Tabuthema sein.“

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Feministische Telegramme #1

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Jeden letzten Freitag im Monat veröffentlichen wir gesammelt auf dem Blog unsere Gedanken, die wir zu den verschiedenen Themen über facebook und instagram mit euch geteilt haben.

Was ist der Unterschied zum Blogtext? Die Postings sind kürzer und spontaner. Es sind Gedanken, die wir in dem Moment loswerden und mit euch teilen und diskutieren möchten.

Wollt ihr auch was loswerden? Dann schreibt uns eine Mail an  info@feminismus-im-pott.de oder einfach eine Nachricht auf facebook.


 

27.09.2017

von hs

Ich muss zugeben, die Wahlergebnisse am Sonntag haben mich zuerst geschockt. Dass die AfD so viel Prozent erreicht, hätte ich nicht gedacht. Aber warum konnte mich dieses Ergebnis eigentlich schocken? Die Entwicklung hat sich in den letzten Jahren schon deutlich abgezeichnet. Rassismus und andere Menschenfeindlichkeiten sind salonfähiger geworden. People of Color und haben das oft genug angeprangert. Jetzt komme ich so langsam an den Punkt, an dem die Realität einsickert. Die AfD sitzt für die nächsten 4 Jahre mit 94 Sitzen im Bundestag. Das beachtliche Mitspracherecht, das sie jetzt haben und die gefährlichen Polemik, die sie benutzen, werden spürbare Auswirkungen haben, besonders für Angehörige von Minderheiten. Den Abgeordneten des Bundestags wird nicht nur eine große Verantwortung übertragen, sie bekommen auch Mittel bereit gestellt, für die Büroausstattung, die Reisekosten, für eine Zweitwohnung, um Mitarbeiter/innen einzustellen und eine Aufwandsentschädigung. Dieser große bereitgestellte Handlungsspielraum für die AfD macht mir ein ungutes Gefühl.

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