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Konzertbericht: Phia – Musik aus dem Paradies

Konzertbericht: Phia – Musik aus dem Paradies published on Keine Kommentare zu Konzertbericht: Phia – Musik aus dem Paradies

von Frau Fuchs

Phia
Instagram lilli_boheme

Das kleine Café Eden hat sich zu einem wirklichen In-Punkt gemausert. In den letzten Sommerwochen gab es wundersame Konzerte in dem kleinen Stübchen auf der Herner Straße. So etwas braucht Bochum, neben Besonderheiten wie dem Kortländerstraßenfest, dem Rundlauf oder dem großen Flohmarkt in der U-Bahnstation Schauspielhaus, in einer Regelmäßigkeit!
Im charmant untechnisiert organisierten Team des Edens reicht man uns die Getränke unserer Wahl und diskutiert hinter dem Tresen über anstehende Schichten und die Unpolitisierbarkeit von Feminismus im Pott.

Regenbogengefühl

Dann irgendwann, nachdem alle Stühle zurechtgerückt, die kleine Anlage aufgebaut und der dumpfige Sound in diesem kleinen Raum gecheckt ist, tritt Phia, ein hübsches Elfenwesen in kurzen Shorts und mit grünen Glitzerschuhen gekleidet, auf die Bühne. Die australische Wahlberlinerin versprüht von Anfang an ihren Charme und verdreht uns mir nichts dir nichts stärker den Kopf als wir dachten. Wie bei vergangenen Konzerten ist es mal wieder so voll, dass die Menschen teilweise vor der Türe stehen müssen, durch das große Schaufenster hineinluken und darauf hoffen, dem nächsten aprilwetterartigen Wolkenbruch zu entkommen.
Die dicken changierenden Regentropfen am Fenster und die Sonnenstrahlen, die wie der Blick durch ein Kaleidoskop erscheinen, passen zu Phias regenbogenfarbigen Melodien. So baut sie aus simpel erscheinenden Xylophonklängen, die sie mit einer abgenommenen Kalimba erzeugt, tiefgründige Soundteppiche, indem sie ihre Kunst an der Loopstation unter Beweis stellt. In ihren Texten erzählt sie uns die Reise des Erwachsenwerdens, kleine und große Dinge des Alltags und Kindheitserinnerungen.

Die Langlebigkeit von Songs

Staunend, schwingend und beseelt sitzen wir da, auf den besten Plätzen weit und breit (Reihe zwei auf den alten Hippiestühlen) und sind kurzerhand glücklich darüber, uns trotz der Beschissenheit der Dinge, an einem verregneten Mittwochabend im Hochsommer doch noch vor die Tür getraut zu haben.
Und wenn man einen Tag später – ach, gar zwei Wochen später – mit einem Ohrwurm von „Do you ever?“ wach wird, dann weiß man: Das wird nicht lange dauern, bis die gute Dame im Radio laufen wird. Tja, und wir hatten das große Glück sie im kleinen Eden live zu erleben!

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