Skip to content

„Wir wollen Visionen!“ Interview mit Merle Groneweg

„Wir wollen Visionen!“ Interview mit Merle Groneweg published on Keine Kommentare zu „Wir wollen Visionen!“ Interview mit Merle Groneweg

Zum dritten Mal findet am 06.07. eine queere Filmnacht mit dem XPOSED International Queer Film Festival Berlin im atelier automatique in Bochum statt. Wir haben uns unterhalten und ich hatte Lust mehr über das Festival zu erfahren!

Johanna: Hallo Merle! Wer bist du und wie bist du zu XPOSED gestoßen?

Merle: Ich bin seit 2015 dabei. Damals habe ich in Berlin studiert und hatte Lust, bei Filmfestivals in der Stadt mitzuarbeiten. Bei XPOSED bin ich hängen geblieben, und seit letztem Jahr gehöre ich zu den Kurator*innen des Festivalprogramms. Mich begeistert es, an einer Schnittstelle zu arbeiten: Da ist die Liebe zum Film und zur Kunst, aber da ist auch der Wille, ein Community-Event zu gestalten, Queerness zu verhandeln und in gesellschaftliche Diskurse zu intervenieren.

[Bild: Festival-Direktor*innen Merle Groneweg und Bart Sammut beim XPOSED International Queer Film Festival Berlin 2018] Continue reading „Wir wollen Visionen!“ Interview mit Merle Groneweg

DienstagsPOTTPOURRI #30 | Leseempfehlungen & Termine in NRW

DienstagsPOTTPOURRI #30 | Leseempfehlungen & Termine in NRW published on Keine Kommentare zu DienstagsPOTTPOURRI #30 | Leseempfehlungen & Termine in NRW

Das 30. POTTPOURRI!
Die Sonne kriecht aus ihrer Ecke. Die Nächte sind noch kühl, aber es ist wieder Zeit Feminismus auf die Straße zu tragen. Reclaim the streets!
(Wobei das natürlich zu jeder Jahreszeit gilt 😉 )
Viel Spaß mit unseren Lese- und Ausgehempfehlungen! Bleibt feministisch <3


Unsere Leseempfehlungen:

Continue reading DienstagsPOTTPOURRI #30 | Leseempfehlungen & Termine in NRW

#imzugpassiert – Feminismus im Pott im Gespräch mit Anna Lena Bankel

#imzugpassiert – Feminismus im Pott im Gespräch mit Anna Lena Bankel published on 1 Kommentar zu #imzugpassiert – Feminismus im Pott im Gespräch mit Anna Lena Bankel

von Feminismus im Pott / VJ Ane

Anna Lena Bankel startete am Karfreitag den Hashtag #imzugpassiert. Mittlerweile nutzen ihn Twitter-User*innen, um von ihren eigenen Erfahrungen mit Sexismus oder sexueller Belästigung in öffentlichen Verkehrsmitteln zu erzählen. Vielen scheint ähnliches widerfahren zu sein, so dass – wie eine Twitter-Userin schreibt – manchmal 140 Zeichen gar nicht ausreichen. Auch größere Medien wie der Spiegel haben online schon dazu berichtet

Continue reading #imzugpassiert – Feminismus im Pott im Gespräch mit Anna Lena Bankel

Von Mösen, Menschen und ganz viel Meinungsfreude – über das BarCamp Frauen 2016 in Berlin

Von Mösen, Menschen und ganz viel Meinungsfreude – über das BarCamp Frauen 2016 in Berlin published on Keine Kommentare zu Von Mösen, Menschen und ganz viel Meinungsfreude – über das BarCamp Frauen 2016 in Berlin

  von Susanne Klose

fotoannekochsexpositiv
Laura Mérit & Polly Fannlaf – sexpositives Körperbewusstsein (c) Anne Koch

„Wir klopfen uns jetzt erstmal ab“ – ein Satz, den man nicht unbedingt in einem feministischen Workshop erwartet, der aber im Nachhinein sehr viel Sinn macht. Also stehe ich auf, zusammen mit rund 50 weiteren Teilnehmer*innen. Und klopfe. Arme, Beine, Brüste, Hintern, einfach alles. Ich schaue mich um, überall sehe ich lachende, kichernde, aufgeschlossene Menschen. Und auch ich kichere ein bisschen. Nach etwa fünf Minuten ist jegliches Eis in mir und zwischen den anderen weggeklopft – hello, safe space! Genau das wollten Laura Méritt und Polly Fannlaf vom Freudenfluss-Netzwerk mit ihrer Session zu „Sex-positiver Feminismus heute“ auf dem diesjährigen Barcamp Frauen in Berlin erreichen: Die positive Annäherung an den eigenen Körper – ein essentielles Anliegen der Freund*innen des freudigen Flusses, die auch dieses Jahr wieder zum Mösenmonat März aufrufen.

 

Der einstündige Austausch über body-positive Sprache ist nur einer von 21 einstündigen Miniworkshops, die das BarCamp Frauen unter dem Motto „Gemeinsam. Zusammen. Leben“ dieses Jahr in der Kalkscheune in Berlin zu bieten hatte. Zum ersten Mal fand das Camp 2010 statt, organisiert „von engagierten jungen Sozialdemokratinnen, die der Geschlechterpolitik ihrer Partei ein Update geben wollen“, heißt es auf der Website des Camps. Dank der Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung und Kooperationspartnern wie EDITION F und dem Missy Magazine ist die Veranstaltung komplett kostenfrei, inklusive Verpflegung (auch vegan!) und Kinderbetreuung. Hell, yeah. Man kann es nicht anders sagen.

VerenaPärchenlüge
Verena – Pärchenlüge (c) Anne Koch

            Wer jedoch ein starres Konzept mit Frontalunterricht erwartet, ist hier falsch. Völlig falsch. Ein Glück. Denn fest steht, dass nichts fest steht: Jede*r kann, darf, soll hier eine Session gestalten – wenn sich genug Interessent*innen finden. Das ist bei knapp 500 Teilnehmer*innen dieses Jahr kein Problem. Aufgeteilt in drei große Blöcke mit jeweils einer einstündigen Pause findet sich so ein buntes, wildes, wunderschönes Programm. Wer mag, kann mit Tarik von „Tariks Genderkrise“ diskutieren, kleine Roboter bauen oder einer Lesung aus „50 shades of Merkel“ von und mit Autorin Julia Schramm lauschen.

TeresaOnOfflineFeminismus
Teresa – Online Offline Feminismus (c) Anne Koch

            Schweren Herzens – denn alle Sessions hören sich toll an – entscheide ich mich nach dem mösenfreundlichen Morgen für „Neue Strategien für Online- und Offline-Feminismus“ von Teresa Bücker. Die engagierte Journalistin hält eine kurze Einführung zum Thema. Mit Kind im Arm. Die ganze Session über. Chapeau. Die anschließende Diskussion ist vielfältig, streitbar, aber nie respektlos. Das macht Spaß, die Stunde fliegt förmlich dahin. In einem sind sich alle Teilnehmer*innen einig: Unterschiedliche Meinungen muss man aushalten können – zwischen Lobbyist*in und Aktivist*in, zwischen First Wave-Feminist*in und Online-Feminist*in. Ohne Konflikte kein fruchtbarer Diskurs.

            Es folgt: Törtchenpause. Speed-Socializing. Und dann die nächste Session. „Die Pärchenlüge“. Moderatorin Verena Reygers erklärt unter zu Einbezug von Autorinnen wie Laurie Penny wie schwer es ist, das Gleichgewicht zu finden – zwischen der Beziehung zu einer anderen Person, den Beziehungen zu Freunden, Familie und vor allem der Beziehung zu sich selbst. Die Session ist sehr persönlich, denn Verena erzählt viel aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz. Das ist mutig. Und vor allem wunderbar. Die meisten Teilnehmer*innen erkennen sich selbst oder Freund*innen in Verenas Ausführungen wieder. Langsam kristallisiert sich heraus, dass viele Teilnehmer*innen den Kampf gegen traditionelle Rollenmuster kennen, die vor allem dann in der staubigen Ecke lauern, wenn sich das erste Kind ankündigt. Das Private ist immer noch politisch, muss immer wieder neu verhandelt werden. Und auch diesmal fliegt der Zeiger der Uhr förmlich.

FotovonAnne Koch
BarCamp Berlin 2016 (c) Anne Koch

            Es ist schwierig, ein einziges Fazit aus einer so heterogenen Veranstaltung zu ziehen. Mir hat besonders der lockere, nicht-statische Rahmen innerhalb der Sessions gefallen. Jeder darf sich beteiligen, niemand muss. Zu sehen, dass viele Teilnehmer*innen ähnliche Konflikte und Fragen wie mich bewegen, war besonders ermutigend: Wie kann ich body-positiv sein, in einer körperfeindlichen Gesellschaft, die alles abseits des westlichen Mainstreams stigmatisiert? Wie schaffe ich es, ein Gleichgewicht in meiner Beziehung zu schaffen, ohne die Zeit, die ich nur für mich selber brauche, zu opfern oder in traditionelle Geschlechterrollen zu fallen. Viele Fragen, keine Antwort. Aber eine sehr wichtige Erkenntnis: Wir sind nicht allein.

*********
Du warst auch beim BarCamp Berlin 2016 und magst davon berichten? Sehr gern. Schreibe uns einfach an. info@feminismus-im-pott.de

Primary Sidebar

Schrift anpassen
Hohe Kontraste
Zur Werkzeugleiste springen