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Kein Bock auf sexuelle Belästigung: Warum mein Toilettengang ruhig trist bleiben kann

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Ein Besuch in der Bochumer AnderBar.

von Jan Schlenk

Kein Bock auf sexuelle Belästigung: Auf dem Bild ist ein männlich gelesenes Strichmännchen zu sehen, dass den Rock des weiblich gelesenes Strichmännchens anhebt. Dieses Piktogramm hängt an der Toilettentür der AnderBar.
Bild: Jan Schlenk

Es gibt diese arglosen Freitagabende. Man denkt an nichts schlimmes, trifft sich mitten in Bochums „Feiermeile“ mit Menschen, die man einige Wochen nicht sah und die nächste Zeit auch nicht sehen wird – Menschen mit denen man früher zusammenarbeitete – und tauscht Geschichten aus.

Was so unschuldig in der Partymeile beginnt, zeigt mir jedoch auch wieder, warum ich selbige so sehr meide. Tatort: AnderBar im Bermuda3Eck.

Alles beginnt mit einem Toilettengang und plötzlich stehe ich vor diesem Piktogramm, was ich im ersten Moment nicht einordnen kann. Weshalb hebt die anscheinend männliche gelesene Figur der weiblichen gelesenen Figur den Rock hoch? Ich bin geschockt, mache aber ein Foto, um mit Menschen darüber zu sprechen. Die Reaktionen reichen von Resignation über Kopfschütteln und Unverständnis zu Wut.

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#3 Feminismus auf YouTube

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Vor ein paar Tagen wurden wir von einem Dortmunder YouTuber, dertomekkk, angeschrieben und gefragt, ob wir nicht Lust zu einem Interview über die feministische Vloggerin Suzie Grime haben. Suzie wer? Niemand von uns kannte sie, was aber nicht an ihr, sondern eher daran liegt, dass wir alle gar nicht so auf YouTube unterwegs sind.

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Ein ungemütlicher Jahresrückblick

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von Schraubwalde

Hinweis: In diesem Text werden von der Autorin Situationen beschrieben, in denen sie oder Freund*innen sexuell belästigt wurden.

Es ist der erste Januar 2016, in den ersten Stunden des neuen Jahres. Etwas beduselt vom Sekt sitze ich mit ein paar Freundinnen vor dem Fernseher und zappe durchs Programm. Wir bleiben bei einer Volksmusikparty hängen und amüsieren uns über die Show. Das Lachen bleibt uns allen im Halse stecken, als ein Mann namens G.G. Anderson in die Halle einzieht, laut singend: „Nein heißt ja, wenn man lächelt so wie du“, um ihn herum die klatschende Menge.

Illustration eines Frauenkopfs. Sie hat pinke Haare und macht eine Kaugummiblase in der No steht.
Illustration von Patricia Tarczynski

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„Der rote Raum“ – Ein Erfahrungsbericht zum Stück in der Studiobühne Köln

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von Silvana Schmidt

Ein Mann sitzt vor einem dunklen Hintergrund. Er trägt ein T-Shirt auf dem Juliet fucked Romeo steht. Eine Frau umarmt ihn von hinten. Beide gucken erwartungsvoll nach oben.
© Ingo Solms

Mit dem Betreten des Theatersaales der Studiobühne Köln finde ich mich bereits mitten im Geschehen wieder; ohne jede Vorbereitung und von Beginn an konfrontiert die Regisseurin Silvia Werner die Zuschauer*innen mit einer lauten, bedrohlichen und donnerähnlichen Geräuschkulisse, die direkt eine Gänsehaut bei mir hervorruft. Dem Blick der Zuschauenden wird nichts vorenthalten; kein Vorhang verhindert die Sicht auf die minimalistisch gestaltete Kulisse, die in den Farben Rot, Schwarz und Weiß gehalten und von dunklen Kleidungsstücken übersät ist. Im Hintergrund wird eine rötliche Filmszene eines stillen Waldes an die Wand projiziert. Und auch die Schauspieler*innen des Kammerspiels sind bereits auf der Bühne: Während Jan-Martin Müller mit leerem Blick auf dem einzigen Möbelstück auf der Bühne – einem Stuhl – herumlungert, dreht Jana Jungbluth resigniert Runden um ihn herum. Ihre ziellosen Schritte und die Monotonie, in der sie immer wieder beliebige Kleidungsstücke aufhebt und wieder fallenlässt lösen bei mir sofort eine Assoziation mit Rainer Maria Rilkes „Der Panther“ aus – wie auch immer, das vermittelte Gefühl der Bedrückung und Hoffnungslosigkeit stellt sich augenblicklich ein.

Und dieses Gefühl hält die nächsten anderthalb Stunden an – genau wie die Gänsehaut.
Wenn ich sagen sollte, was das Theaterprojekt „Der rote Raum“, eine Zusammenarbeit von 16/9 PRODUCTIONS und der Studiobühne Köln, so außergewöhnlich macht, dann würden mir viele Dinge einfallen: Die fantastischen Darsteller*innen, die ein ums andere Mal ihre Professionalität, Vielfältigkeit und Wandelbarkeit unter Beweis stellen, die gelungene Kombination verschiedener Erzählelemente (Schauspiel, Filmsequenzen, Gesangselemente etc.) oder die Vielzahl der aufgegriffenen Themen. Doch es ist besonders die außergewöhnlich gute Gestaltung des Spannungsbogens, die mich beeindruckt und bewegt hat und das Theatererlebnis zu einem besonders ergreifendem gemacht hat, dem sich zu entziehen kaum denkbar war.
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Beiträge 2016

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In diesem Jahr sind viele Beiträge zusammen gekommen. Wir haben hier alle Artikel noch mal für euch zusammengestellt 🙂 Vielen Dank an alle Autor*innen <3

 Frau Fuchs

Frau Fuchs fragt und fordert für 2016…und liebt.

Frau Fuchs liebt: “Komm, stell dich nicht so an”

Frau Fuchs liebt: SOS, Frau Fröhlich! Das Singleleben mit 40 ist härter.

Frau Fuchs guckt: Boulevard. Amerikanisches Kino mit Tiefgang?

Dildoparty – die neue Tupperobsession?

Lilli Boheme

Und täglich grüßt Rassismus

Mansplaining // Feminismus im Pott zu Gast bei Frau TV

Tag der Offenen Tür im Bordell – ein Interview

„Du bist nie zu weit weg, um Solidarität zu zeigen – #schwarzermontag

„You say Hate, we say Love“ – Ein Rückblick

Ila

Eine Antwort auf Stein und Stroh

Susanne Klose

Von Mösen, Menschen und ganz viel Meinungsfreude – über das BarCamp Frauen 2016 in Berlin

Eva Busch

„Nach Köln“ – Bundesweite Demo für einen antirassistischen Feminismus – ein Kommentar

Mit Bildern Bildern entgegenwirken? – der Film ‚Sexarbeiterin‘ im Bahnhof Langendreer

Feministische Solidarität – „Wir dürfen uns nicht als altruistisch verstehen, sondern als Teil des Problems“

Frau Raclette

Mittlerweile ist es lange her

Kleidung nutzt sich ab – #imzugpassiert

LI

In Tassen menstruieren und Spaß dabei

Kaj

Dildoparty – Plastikschwanzverkaufsshow oder sexuelle Bildung für Erwachsene?

Anni

Brustkrebs und Sexismus

Chiara Fabri

Kommentar von Feminismus im Pott – Bermuda3Eck Bochum

Vom Schulhof-Dildo zur sexuellen Selbstentfaltung

Menancholy – Morgan Nardi

Tag der Offenen Tür im Bordell – ein Interview

She works hard for the money – Dokumentation des Gottesdienst zum 41. Internationalen Hurentag in Bochum

Nicht-Mädchen – keep your rape culture out of my uterus

Jolki Palki

In was für einer Welt Leben wir eigentlich | Waxing für 12-Jährige – ein offener Brief

Mimmi

Warum es keine Schlampen gibt

VJ Ane

Zwanzig Jahre später

#imzugpassiert – Feminismus im Pott im Gespräch mit Anna Lena Bankel

Gender-Schürzen für alle

Giselle Zapp

Rückblick

tinka*bell

Da ist gar nichts. Oder?

Kim

Ich habe Angst!

Lars von Rilrec

Ein Interview im Frauenhaus – die Pädagogin Suna Tanis-Huxohl berichtet von ihrer Arbeit

Svenja Gräfen

Also gut, dann lasst uns über Angst reden.

Michaela Westerhoff

#rottenfruits

Jott C

Wer hat Angst vor Geisterjägerinnen? – Von Trailern und Trollen

Lucas

Warum ich mich nicht Feminist nennen kann

Emilia Marty

When MAM explained things to me

MsWookie

Über die Mauer geklettert

Busfahrt mit Troll

15 feministische Momente der Star Wars Galaxie

Juramama

Es ist mal wieder Vatertag in Berlin…

Pepe

Maja auf Instagram – Eine Bildanalyse

„Ich bin eine Kämpferin“ – Frauenbilder der Niki de Saint Phalle in Dortmund

Linda Briviba

Aber ich will einen richtigen Mann! – Die Krux der Partnerwahl

Marta Płusa

Żadna kolejna miłostka – Orgasmus statt Kochen

d.cz.

Zwei Streifen – Zwei Seiten

Judith Ouwens

Wir wollen wissen, was Liebe ist – 50 Grades of Shame von She She Pop

Rita Kronauer

Leserinbrief an die Süddeutsche Zeitung – „repost“

 anonyme Autor*innen

Gewalt gegen Frauen ist (Staats-)grenzenlos

Erfahrung eines medikamentösen Schwangerschaftsabbruch

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