Skip to content

„Manchmal muss man schreien!“

„Manchmal muss man schreien!“ published on Keine Kommentare zu „Manchmal muss man schreien!“

von Käthe

15735105253_2e771c1597_o
Quelle: https://www.flickr.com/photos/gruenenrw

Was kann eigentlich die Welt von Social Media für Feminismus bedeuten? Das ist eine sehr zentrale Frage. Und auch etwas, womit sich dieser Blog auseinandersetzt. Hier werden schließlich feministische Meinungen mit dem Wunsch veröffentlicht, Themen, die sonst weniger Beachtung in der Medienwelt finden, einen Raum bieten zu können. Ich, wie auch viele von euch wahrscheinlich auch, halte es dabei für selbstverständlich, dass unterschiedliche Meinungen und Diskussionen zu feministischen Themen eben im Internet, auf Blogs, bei Facebook oder bei Twitter besprochen werden. Aber die Frage, ob und wie wirksam diese Diskussionen im Netz sind und was sie eben für die offline-Realität bedeuten, ist eine, die ich auch nicht auf Anhieb für mich beantworten kann. Zum Nachdenken über bestimmte Aspekte des sogenannten Netzfeminismus hat mich letzten Samstag der Vortrag von Kathy Meßmer auf dem Frauenforum der Grünen NRW gebracht. Kathy ist eine der Mitinitiatorinnen von #aufschrei im Jahr 2013. Sie teilte in ihrem Vortrag ihre Bedeutung und auch Hoffnung, die sie in der Beziehung von Social Media und Feminismus erkennt.

Continue reading „Manchmal muss man schreien!“

Aus dem Leben einer deutschen Feministin in Kolumbien

Aus dem Leben einer deutschen Feministin in Kolumbien published on Keine Kommentare zu Aus dem Leben einer deutschen Feministin in Kolumbien

von Leni Hartlinger

unnamed2
Teresa

Nach Stationen in Bochum, Hannover und Köln ist Teresa vor über einem Jahr in die südamerikanische Millionenmetropole Bogotá ausgewandert, wo sie am Aufbau ihres Projekts „FRIESE“ arbeitet. Die Abkürzung FRIESE steht dabei für:

FReiraum – espacio libre, Inclusion – Inklusion, Educacion – (Aus-)Bildung, Sostenibilidad – Nachhaltigkeit und Enthusiasmus – Entusiasmo.

FRIESE ist ein Projekt für und mit Menschen, die vor besondere Herausforderungen gestellt sind und die durch außergewöhnliche Verhaltensweisen, Besonderheiten in der geistigen Entwicklung von der Gesellschaft als „behindert“ stigmatisiert und von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden.

Vor Ort hat die Sonderpädagogin schon viele Kontakte geknüpft, mit Verantwortlichen gesprochen und Unterstützer*innen für ihr ehrgeiziges Projekt gewonnen. Über ihre Internetseite und die Präsenz in den sozialen Medien berichtet sie ihren Mitstreiter*innen und Interessierten in den verschiedenen Ländern von den Fortschritten in Bogotá. Doch nicht nur in Kolumbien hat Teresa Sprenger Menschen gefunden, die sich für ihre Idee begeistern. Auch in Deutschland hat sich ein Freundeskreis zusammengefunden, der als Verein die Arbeit von FRIESE unterstützt. So werden auf kreative Art Spenden gesammelt, Sachspenden verwaltet und Praktika vermittelt. Im Januar 2015 soll nun die erste Crowdfunding-Kampagne für FRIESE an den Start gehen.

Uns hat Teresa ein wenig von ihrem Leben als Feministin in Kolumbien erzählt…

Continue reading Aus dem Leben einer deutschen Feministin in Kolumbien

»Sexy Time«-Aktionstag mit dicker_fetter Pussy*-Party

»Sexy Time«-Aktionstag mit dicker_fetter Pussy*-Party published on Keine Kommentare zu »Sexy Time«-Aktionstag mit dicker_fetter Pussy*-Party

ein Veranstaltungshinweis des autonomen frauenlesbenreferats der Uni Bochum

Pussy Party_Bild
autonomes frauenlesbenreferat Uni Bochum

[Warum ein »Sexy Time«-Aktionstag mit dicker_fetter Pussy*-Party?]

Mit dem Aktionstag im Januar wollen wir die tollen bisherigen Erfahrungen mit der »Sexy Time«-Veranstaltungsreihe feiern!
Im Fokus des Programms stehen Körperbilder, -normen und -tabus. Wir wollen Möglichkeiten stark machen, sich aktiv und ohne auferlegte Scham mit der eigenen Körperlichkeit, Lust und Sexualität auseinanderzusetzen.

Continue reading »Sexy Time«-Aktionstag mit dicker_fetter Pussy*-Party

Tinder yourself

Tinder yourself published on 1 Kommentar zu Tinder yourself

von Frau Fuchs

10872413_10153541884571416_155487466_n
Lilli Boheme

Gefühlt tausendfach habe ich in diesem Jahr Männer getroffen. Begegnungen, in denen beide Gegenüber ihre Rolle spielten: Als Single, als Mann, als Frau, als interessierte Zuhörer*innen, als Selbstdarsteller*innen. „Guck mal, ich zeig‘ dir meinen Wert“. Is‘ wie in `ner Kunstauktion, alle glotzen dich an und du wirst gemäß deiner optischen Erscheinung, deines Formates, deiner Epoche und deiner Provenienz beurteilt. Ja und was war ich da bitteschön? Ich habe keine Ahnung. Ich weiß bloß, dass mindestens vier der Männer, die ich traf, mit mir direkt eine feste Beziehung eingegangen wären und mindestens 9 Sex mit mir gehabt hätten, ohne wirklich dabei eine Ahnung davon gehabt zu haben, wer ich eigentlich WIRKLICH bin. Ich als Wesen. Ich als Mensch.

Hey, ich bin die Blondine von Samstagnacht.

Das ist so das, was ich bisweilen oft empfand, auch schon vor der Ära Tinder. Ihr wisst schon, dieser abartige menschenverachtende Online-Supermarkt, auf welchem man sich Menschen wie Produkte auswählt und zu Gemüte führt, wenn eine Bedürftigkeit vorliegt. Natürlich beruhend auf Gegenseitigkeit. Aber das ist nicht nur bei Tinder so. Das findet in allen Klubs dieser Stadt, dieses Landes, der westlichen Zivilisation statt, die einfach zu prosperierend lebt, unter zu viel Auswahl leidet, als dass man für irgendwen Dahergelaufenen die eigene Lebenszeit verschwenden würde. Tze. Wieso auch? Alle haben doch Probleme und was soll ich mich damit herumschlagen, wenn ich einen anderen, problemloseren Menschen haben kann? Alle wollen etwas erleben. Am liebsten ein emotional langanhaltendes Hochgefühl (um mal wieder etwas zu spüren) dicht gefolgt von hartem, hemmungslosen und erotikfilmtauglichen Sex. Egal, wer da jetzt in einem steckt bzw. in wem man steckt. Ist das die Kehrseite der Überfülle? Zuviel Auswahl, kein Ankommen? Angst vor Stillstand in einer Fortschrittsgesellschaft? Das is‘ nicht mehr so, wie früher bei Opa und Oma; früher, als die Welt noch klein war. Es ist nicht mehr so, dass es nur noch den Einen für ein ganzes Leben gibt, dem man rein zufällig an einer Straßenecke begegnete. Das Einzige, was beide Generationen, die meiner Großeltern und meine, gemein haben, das ist die Angst davor nicht durchzukommen, über die Runden zu kommen. Dass man untergeht, dass man vergessen wird. Als Mensch.

Continue reading Tinder yourself

Primary Sidebar

Schrift anpassen
Hohe Kontraste
Zur Werkzeugleiste springen