Skip to content
lila_bunt Logo

Interview mit “lila_bunt – feministische Bildung, Praxis und Utopie”

Interview mit “lila_bunt – feministische Bildung, Praxis und Utopie” published on Keine Kommentare zu Interview mit “lila_bunt – feministische Bildung, Praxis und Utopie”

Es gibt nicht allzu viele queerfeministische Orte in NRW. Ein ganz Besonderer ist das Bildungshaus im beschaulichen Zülpich. Wir haben lila_bunt ein paar Fragen zu ihrer Arbeit gestellt.

von: Heide

1. Was ist lila_bunt? Stellt euch doch einmal kurz vor!
Lila_bunt – Feministische Bildung, Praxis und Utopie unser_euer queer_feministisches Bildungshaus in Zülpich.
Wir glauben von ganzem Herzen an die Notwendigkeit solcher Bildungsorte – vor allem, weil es in Zeiten voller rechtspopulistischer und antifeministischer Realitäten mehr denn je Orte der Vernetzung, Ermutigung und Mobilisierung braucht. Als uns letztes Jahr die Nachricht erreichte, dass das seit fast 40 Jahren bestehende Frauenbildungshaus Zülpich zum Verkauf steht, waren wir erst traurig und dann motiviert und inspiriert, diesen wichtigen Ort feministischer Geschichte zu erhalten und mit neuen Ideen und Konzepten zu versehen, so dass sich auch Menschen eingeladen fühlen, die vorher aus unterschiedlichen Gründen nicht erreicht werden konnten.

lila_bunt Logo von Clara Escalera
lila_bunt Logo von Clara Escalera

Continue reading Interview mit “lila_bunt – feministische Bildung, Praxis und Utopie”

Frauen und Fiktion – feministische Kunst fernab binärer Narrationen

Frauen und Fiktion – feministische Kunst fernab binärer Narrationen published on Keine Kommentare zu Frauen und Fiktion – feministische Kunst fernab binärer Narrationen

Interviewer*innen: Tijen Atkaya & Lena Spickermann

Frauen und Fiktion sind eine Gruppe Menschen, die feministisch mit Mitteln des Theaters Weiblichkeiten erforschen. Beim feministischen Festival am Theater Oberhausen haben sie einen Workshop gegeben (wir waren dabei!). Wir haben sie getroffen und mehr über sie und ihre Methoden erfahren.

Tijen & Lena: Wie kam es zu der Gründung von Frauen und Fiktion und was war die Idee dahinter?
Frauen und Fiktion: Hinter unserer Gründung steht nicht ein einziger Gedanke, sondern vielmehr eine Geschichte. Den Ursprung bildete dabei eine Zusammenarbeit zwischen zweien von uns, in der wir uns mit einem Vortrag von Viriginia Woolf – A Room of one’s own – beschäftigt haben und uns in diesem Rahmen auch mit Frauenbildern, die in der Theaterliteratur zur Verfügung stehen, auseinandersetzten. Auf dieser Basis eröffnete sich uns eine große Bandbreite an Themen, die wir alle behandeln wollten. Wir haben uns daraufhin vorgenommen, diese Themenvielfalt in verschiedenen Performances abzuarbeiten.

Menschen von Frauen und Fiktion in einer sportlichen Übung Foto: Brygida Kowalska
Menschen von Frauen und Fiktion in einer sportlichen Übung
Foto: Brygida Kowalska
Continue reading Frauen und Fiktion – feministische Kunst fernab binärer Narrationen

«Alle Frauen müssen die Chance auf einen Platz im Frauenhaus haben.»

«Alle Frauen müssen die Chance auf einen Platz im Frauenhaus haben.» published on 1 Kommentar zu «Alle Frauen müssen die Chance auf einen Platz im Frauenhaus haben.»

Autorin: Stella Venohr
Fotografin: Daniela Arndt

Inhaltshinweis: In diesem Artikel geht es um Menschen, die Schutz vor Gewalt suchen. Die Gewalt wird nicht konkret beschrieben.

Das Frauenhaus in Hagen ist oft Zufluchtsort für Frauen, die von ihren Männern misshandelt werden. Der Bedarf an Plätzen ist groß. Doch jedes Jahr muss die Finanzierung des Frauenhauses neu sichergestellt werden.

Das Frauenhaus in Hagen sieht von außen unscheinbar aus. Ein Wohnhaus wie jedes andere in der Straße. Doch hinter den Türen verbirgt sich ein Zuhause und Schutz für zahlreiche Frauen. Frauen, die von ihren Männern körperliche und seelische Gewalt erlebt haben. Leyla (Name geändert) ist eine von ihnen. Die 19-Jährige ist vor ihrem prügelnden Ehemann geflohen, gemeinsam mit ihrem einjährigen Sohn. Dafür musste sie aus einer deutschen Großstadt nach Hagen kommen, denn ihr Mann und seine Familie bedrohen ihr Leben. «Zu der Zeit habe ich mich nicht alleine nach draußen getraut», sagt sie. Inzwischen hat sie weder Kontakt zu ihrem Mann noch zu ihrer eigenen Familie, die teilweise in Afghanistan lebt: «Wenn wir sprechen, ist es einen Tag okay und am anderen Tag üben sie Druck auf mich aus und das tut mir nicht gut.» Im Frauenhaus erfährt sie nach langer Zeit wieder ein Gefühl von Sicherheit. «Ich weiß nicht, was mit mir wäre, wenn ich nicht in das Frauenhaus gekonnte hätte», sagt sie. «Ich habe hier eine Familie gefunden.»


Continue reading «Alle Frauen müssen die Chance auf einen Platz im Frauenhaus haben.»

Logo der Aktion Standesamt. Drei Boxen, neben der ersten steht ein w, neben der zweiten ein m, neben der dritten "meins!" die dritte Box ist mit einem Häkchen versehen.

Aktion Standesamt 2018 – „Wir finden, jede Person weiß selbst, welcher Eintrag am besten für sie ist. „

Aktion Standesamt 2018 – „Wir finden, jede Person weiß selbst, welcher Eintrag am besten für sie ist. „ published on Keine Kommentare zu Aktion Standesamt 2018 – „Wir finden, jede Person weiß selbst, welcher Eintrag am besten für sie ist. „

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die Gesetzgebenden dazu verpflichtet sind, einen positiven dritten Geschlechtseintrag einzuführen (oder den Geschlechtseintrag komplett abzuschaffen). Die Aktion Standesamt 2018 setzt sich für einen positiven 3. Geschlechtseintrag ein.

Mit dem 08.10.2018 beginnt die Aktionswoche der Aktion Standesamt 2018!

 

Logo der Aktion Standesamt. Drei Boxen, neben der ersten steht ein w, neben der zweiten ein m, neben der dritten "meins!" die dritte Box ist mit einem Häkchen versehen.
Quelle: Aktion Standesamt 2018

Was heißt das überhaupt? 

Aktion Standesamt 2018: Das Bundesverfassungsgericht hat den Kläger_innen Recht darin gegeben, dass Menschen nicht aufgrund ihrer Geschlechtsidentität diskriminiert und benachteiligt werden dürfen. Das heißt konkret, dass beispielsweise ein intergeschlechtlicher Mensch ein Recht darauf hat, dass im eigenen Pass ‚inter‘ oder ‚divers‘ oder ‚weiblich‘ oder nichts von alldem steht. Wir setzen uns dafür ein, dass ein neues Gesetz sowohl intergeschlechtliche, als auch transgeschlechtliche Menschen und solchen die sich keinem oder mehreren Geschlechtern zugehörig fühlen, mitdenkt. Wir finden, jede Person weiß selbst, welcher Eintrag am besten für sie ist.

Continue reading Aktion Standesamt 2018 – „Wir finden, jede Person weiß selbst, welcher Eintrag am besten für sie ist. „

Meine trans feministische Ikone im echten Leben – Sophie Labelle in Bochum

Meine trans feministische Ikone im echten Leben – Sophie Labelle in Bochum published on 3 Kommentare zu Meine trans feministische Ikone im echten Leben – Sophie Labelle in Bochum

Fee_ministisch

Sophie Labelle, die Autorin des Comics Assigned Male (1), welcher vor allem auf die fiktiven Geschichten eines trans Mädchens fokussiert, ist diesen Sommer und Herbst durch Europa getourt. Nach eigener Aussage hat sie hier in den letzten Monaten an über 100 Veranstaltungen mitgewirkt oder diese sogar ganz gestaltet. Mit ihren Comics richtet sie sich explizit an eine trans und nicht geschlechterkonforme (gender nonconforming) Leser*innenschaft. Der Comic ist allerdings auch bei vielen feministisch orientierten cis Leser*innen beliebt. Mit einem liebe- und humorvollen Blick begleitet sie die Figuren durch größere und kleinere Entwicklungskrisen. Dabei wachsen sie menschlich und haben auf die meisten dummen Sprüche von cis Menschen eine gute Erwiderung parat. Für mich waren und sind die Comics von Sophie Labelle wichtig, um einige meiner Erfahrungen besser zu verstehen, mit meiner eigenen Transsexualität besser zurecht zu kommen und eine positivere Einstellung zu diesem Teil von meiner selbst zu entwickeln. Daher war ich begeistert zu hören, dass sie nach Europa kommt und bei ihrer Tour auch das Ruhrgebiet im Ruhrgebiet Halt macht.

Comic von Sophie Labelle. Behandelt mehrere Stereotype Aussagen, mit denen trans Personen konfrontiert werden.
Comic von Sophie Labelle

Continue reading Meine trans feministische Ikone im echten Leben – Sophie Labelle in Bochum

Primary Sidebar

Schrift anpassen
Hohe Kontraste
Zur Werkzeugleiste springen