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Wir machen ein Zine! – #3 Body Positivity

Wir machen ein Zine! – #3 Body Positivity published on 2 Kommentare zu Wir machen ein Zine! – #3 Body Positivity

Worum soll es in dem Zine gehen?

Unser drittes Zines soll sich mit dem Thema Body Positivity auseinandersetzen. Die Body-Positive-Bewegung kritisiert fixe Geschlechterrollen, westliche Schönheitsvorstellungen und Gesundheitsnormen. Ihre Akteur*innen demonstrieren für die Anerkennung und Wertschätzung vielfältiger Körperbilder und gegen den gesellschaftlichen Druck, den körperlichen, gesundheitlichen und mentalen Idealen zu entsprechen.

Body Positivity heißt, den Körper im Ist-Zustand anzunehmen und zu lieben.

Die Bewegung ist international und intersektionell, das heißt die Akteur*innen visualisieren und thematisieren Mehrfachdiskriminierung aufgrund von z.B. Körperform, Hautfarbe, Gesundheit, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und sozialer Herkunft. Wir können lernen, dass nicht alle Menschen die gleichen Erfahrungen im Leben machen, was auch Diskriminierungserfahrungen einschließt.

Aber was bedeutet das in der Praxis? Zum Beispiel hat eine weiße, dünne Frau mit blonden Haaren mehr Privilegien, als eine dicke Women of Color, die ihr natürlich krauses Haar trägt.

Body Positivity heißt auch Self-Care. Brauchst du manchmal auch eine Auszeit? Gönnst du dir dann ein heißes Bad mit einer Lush Bath Bomb? Oder bist du lieber mit deiner Gang unterwegs und ihr schlagt euch die Bäuche mit Pizza voll?

Doch durch die Verwässerung der radikalen Botschaft, gesellschaftliche Schönheitsideale über Bord zu werfen und Körpervielfalt zu feiern, verliert die Bewegung an Kraft. Unternehmen eignen sich die wichtigsten Slogans “All bodies are beautiful” und “Body Positive” an, um Kosmetik, Kleidung und sogar Diätprodukte zu vermarkten. Und auch einige Stars der Bewegung, wie Tess Munster, Megan Jayne Crabbe und Gala Darling verkaufen Ratschläge und Selbstbewusstsein in ihren Büchern. Aber nicht nur das: ein kurzer Blick auf die Profile von Munster und Co. zeigt, wie sie mehr Normen reproduzieren, als abbauen. Die oben erwähnte Intersektionalität bleibt zum Leidwesen anderer Akteur*innen auf der Strecke. Wertvolle Perspektiven geraten so in den Hintergrund und am Ende steht nur wieder white feminism.

Ihr seht, Body Positivity ist ein breites Feld, nicht schwarz oder weiß und mit viel Diskussionspotential!

Was ist das Ziel des Zines?

Dieses Potential wollen wir nutzen, um das Thema aus so vielen Blickwinkeln, wie möglich zu beleuchten. Body Positivity soll nicht schlecht geredet, aber auch nicht naiv übernommen werden. Das Zine soll ein ausgewogenes Infoblättchen für diejenigen sein, die das erste Mal über den Begriff stolpern oder ihr Wissen erweitern wollen.

Und wie funktioniert das jetzt?

Ein zentraler Teil der Body-Positive-Bewegung ist ihre Community. Sie lobt, spendet Trost und ist kritisch. Genau wie ihr! Und deswegen brauchen wir eure Unterstützung.

Wir suchen:

– Artikel
– Erfahrungsberichte
– Essays
– Rezensionen
– Empfehlungen, z.B. Lieblingsblogger*innen/ -vlogger*innen
– theoretische Texte
– Kritik
– Illustrationen/Zeichnungen/Collagen
– Fotografien
– und was euch sonst noch einfällt. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Ihr habt in der Gestaltung freie Hand, seid nicht auf eine Seitenzahl beschränkt und könnt euch nach Lust und Talent einbringen.

Da wir nicht wissen, was ihr uns schickt, können wir nicht zusagen, dass alles Platz im Zine findet. Trotzdem ist eure Arbeit nicht umsonst – auf dem Blog hat es allemal Platz. Und wer weiß: vielleicht bekommen wir ja genug Material für eine weitere Ausgabe zusammen.

Schickt uns eure Arbeiten mit dem Betreff „Body Positivity“ bis zum 08.01.18 an info@feminismus-im-pott.de

Wie es dann weitergeht, erfahrt ihr per Mail!

Was passiert mit dem fertigen Zine?

Da wir regelmäßig für Vorträge und Infotische angefragt werden, können wir das Zine dort gegen Spende auslegen. Diese Spende können wir dafür nutzen, eigene Veranstaltungen durchzuführen. Diejenigen, die die Ausgabe unterstützt haben, können Themenvorschläge für zukünftige Veranstaltungen einreichen.

2 Kommentare

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