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Der Schmerz ist doch natürlich und gehört dazu, oder nicht?

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Ein Gastbeitrag von Freya Bersani 

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Ich bin ein aktiver, froher und lebenslustiger Mensch, der sich gerne mit Freunden trifft, ins Kino geht und Ausstellungen besucht. Nichtsdestotrotz wurde meine Unternehmenslust bis vor Kurzen einmal im Monat stark gebremst – und zwar von meinem eigenen Körper – in Form der Monatsblutung.

Seit meinem Teenageralter plagten mich Monat für Monat starke Schmerzen kurz vor und während meiner Regel. Ich konnte während meiner Periode, die vier bis sechs Tage andauerte, kaum einen Tag ohne Schmerzmittel überstehen. Zwei bis drei Tage vor dem Einsetzen der Regel, bekam ich fürchterliche, manchmal sogar Migräne ähnliche Kopfschmerzen. Während der Regel kamen dann Magenkrämpfe, Übelkeit (manchmal mit Erbrechen), Rücken- und Nierenschmerzen sowie Schmerzen im Unterleib und Beckenbereich hinzu. Wenn es besonders schlimm war, hatte ich sogar Schmerzen beim Wasserlassen und beim Stuhlgang. „Regelschmerzen sind doch normal“, dachte ich mir und so vergingen die Jahre, die ich einmal im Monat nur mit Schmerzmitteln und einem Attest vom Arzt ertragen konnte. Als die Schmerzen während der Regel aber immer mehr zunahmen und ich beim Stuhlgang vor Schmerzen nur noch flach atmen konnte oder sogar die Luft anhalten musste, entschloss ich mich endlich, etwas dagegen zu tun. Ich suchte meine Gynäkologin auf, der ich meine Symptome schilderte und, die mir sehr genau zuhörte. Nach einer kurzen körperlichen Untersuchung und in Anbetracht meiner Schilderungen, äußerte sie den Verdacht einer Endometriose. „Endo… – wie?“, fragte ich sie erstaunt. Ich hatte das Wort noch nie zuvor gehört.

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Konzertbericht: Phia – Musik aus dem Paradies

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von Frau Fuchs

Phia
Instagram lilli_boheme

Das kleine Café Eden hat sich zu einem wirklichen In-Punkt gemausert. In den letzten Sommerwochen gab es wundersame Konzerte in dem kleinen Stübchen auf der Herner Straße. So etwas braucht Bochum, neben Besonderheiten wie dem Kortländerstraßenfest, dem Rundlauf oder dem großen Flohmarkt in der U-Bahnstation Schauspielhaus, in einer Regelmäßigkeit!
Im charmant untechnisiert organisierten Team des Edens reicht man uns die Getränke unserer Wahl und diskutiert hinter dem Tresen über anstehende Schichten und die Unpolitisierbarkeit von Feminismus im Pott.

Regenbogengefühl

Dann irgendwann, nachdem alle Stühle zurechtgerückt, die kleine Anlage aufgebaut und der dumpfige Sound in diesem kleinen Raum gecheckt ist, tritt Phia, ein hübsches Elfenwesen in kurzen Shorts und mit grünen Glitzerschuhen gekleidet, auf die Bühne. Die australische Wahlberlinerin versprüht von Anfang an ihren Charme und verdreht uns mir nichts dir nichts stärker den Kopf als wir dachten. Wie bei vergangenen Konzerten ist es mal wieder so voll, dass die Menschen teilweise vor der Türe stehen müssen, durch das große Schaufenster hineinluken und darauf hoffen, dem nächsten aprilwetterartigen Wolkenbruch zu entkommen.
Die dicken changierenden Regentropfen am Fenster und die Sonnenstrahlen, die wie der Blick durch ein Kaleidoskop erscheinen, passen zu Phias regenbogenfarbigen Melodien. So baut sie aus simpel erscheinenden Xylophonklängen, die sie mit einer abgenommenen Kalimba erzeugt, tiefgründige Soundteppiche, indem sie ihre Kunst an der Loopstation unter Beweis stellt. In ihren Texten erzählt sie uns die Reise des Erwachsenwerdens, kleine und große Dinge des Alltags und Kindheitserinnerungen.

Die Langlebigkeit von Songs

Staunend, schwingend und beseelt sitzen wir da, auf den besten Plätzen weit und breit (Reihe zwei auf den alten Hippiestühlen) und sind kurzerhand glücklich darüber, uns trotz der Beschissenheit der Dinge, an einem verregneten Mittwochabend im Hochsommer doch noch vor die Tür getraut zu haben.
Und wenn man einen Tag später – ach, gar zwei Wochen später – mit einem Ohrwurm von „Do you ever?“ wach wird, dann weiß man: Das wird nicht lange dauern, bis die gute Dame im Radio laufen wird. Tja, und wir hatten das große Glück sie im kleinen Eden live zu erleben!

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Flotte Lotte – Das Mädchenmobil in Oberhausen

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von A.Bendroth

Bild: A.Bendroth

A.Bendroth: Frau Brühl, was ist die „Flotte Lotte“ Oberhausen?

Carina Brühl:Die „Flotte Lotte“ Oberhausen ist ein Mädchenmobil. Unser flexibles, unabhängiges Konzept entspricht einem „Offenen Treff“ für Mädchen. Wir sind nach einem Küchengerät, nämlich einem Passiergerät, welches manuell bedient wird, benannt. Dies geschah allerdings unabsichtlich. Erst später ist uns aufgefallen, dass wir wie ein Küchengerät heißen.

 

Wie kam es zur Gründung des Mädchenmobils?

Unsere „Flotte Lotte“ gibt es seit 10 Jahren. Zunächst entstand im damaligen Mädchenarbeitskreis Oberhausen die Idee ein mobiles Angebot für Mädchen vor Ort  zu schaffen. Im Zuge dessen hat die Evangelische Jugend Oberhausen in Zusammenarbeit mit Frau Leiyendecker das Projekt auf den Weg gebracht. Anfangs wurde ein privates Wohnmobil benutzt und das Angebot war auf ausgesuchte Aktionen und Gemeindefeste begrenzt. Nach und nach wurde unser Angebot immer weiter ausgebaut. Vor etwa 7 Jahren wurde ein Wohnwagen mit einem roten Bulli als Zugfahrtzeug erstanden. Dieses Gefährt wurde von den damaligen Mädchen umgestaltet, so dass es von außen pinke und lila Streifen erhalten hat. Einige Zeit später wurde es erneut umgestaltet. Dieses Mal von einem Graffitikünstler. Seit Ostern sind wir im Besitz eines neuen Wohnwagens, welcher abermals umgestaltet wird. Erneut wird der Graffitikünstler Damian Bautsch zur Tat schreiten.

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Meine Beziehung zu Kleidungsstücken. Ein historischer Abriss.

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von Svenja Gräfen
mit Zustimmung reblogged von svenjagraefen.de

Meine Freundin Ninia moderiert seit einer Weile eine Fashion-Sendung, und ich bin gerade dabei, Leggings mit Feuerwerksprint und andere lustige Kleidungsstücke (hauptsächlich wärmende und regensichere, aber das ist eine andere Geschichte) fürs Fusion Festival in meinem Rucksack zu verstauen. Grund genug, sich mal ein bisschen mit dem Thema Mode zu beschäftigen.

Ich mag Mode. Streifzüge durch Second-Hand-Läden machen mich glücklich. Obwohl ich nicht unbedingt die Ahnung habe, was in welcher Saison wie doll angesagt ist, liebe ich das Herumprobieren, die Kombination unmöglicher Teile und Muster und gelebte bzw. getragene Hommagen an vergangene Jahrzehnte.

Das war nicht immer so. Bis vor ungefähr sechs Jahren machte ich einen großen Bogen um die gesamte Thematik. Und das, obwohl alte Fotos sowie meine Eltern mir einen äußerst eigenwilligen Kleidungsstil in frühester Kindheit bestätigen. Die 90er kamen damals bereichernd hinzu, und so trug ich mit Vorliebe knallbunte Leggings, Spitzenkragen, Lackschuhe, halluzinogene Muster und posierte vorm Spiegel. Der Zustand endete, als ich etwa 10 Jahre jung war; von da an überzeugte ich mich und mein Umfeld deutlich davon, dass ich Kleidung, Shopping und dieses ganze Gedöhns fürchterlich abstoßend fand. Als Teenager trug ich Jeans, Hemden und Chucks, benutzte allenfalls mal einen Kajalstift oder eine Haarbürste. Ein Kleid, Nagellack oder gar eine Frisur? Völlig undenkbar.

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WORKSHOP | Feministische Magazine, Blogs, Podcasts – Gegenöffentlichkeit zur Stärkung der Bewegung

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von Anna 

Feministischer Austausch findet heute häufig in eher gegenöffentlichen Medien statt. Im Workshop wird es zunächst einen Input zu verschiedenen feministischen Blogprojekten und Podcasts geben. Anhand ausgewählter Beispiele wird die Bandbreite der feministischen ‚Filterbubble’ ausgebreitet und gezeigt, wie wichtig der sogenannte Netzfeminismus sowohl für die Kommunikation untereinander, als auch nach außen ist.

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AKZ Recklinghausen
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AKZ Recklinghausen

Anschließend werden in einer gemeinsamen Lektüre verschiedene Fanzine- und Magazinprojekte erschlossen. Es wird sich zeigen, dass es, neben der wohl bekanntesten feministischen Zeitschrift EMMA, zahlreiche weitere Angebote gibt, die von Popkultur über Politik bis hin zu Queerness ganz verschiedene Interessensgebiete bedienen.

Zielgruppe sind alle, die sich für feministischen Aktivismus interessieren, mit und ohne Vorwissen. All Genders welcome!

Die Workshop-Leitung übernimmt Anna, die selbst lange gebloggt hat und für verschiedene feministische Medien schreibt.

Der Workshop wird etwa zwei Stunden dauern und kostet nichts. Meldet euch via eachbluemonday [ät] gmx [punkt] de bei Anna an.

Freitag, 28. August 2015, Beginn: 16:30 18 Uhr.

Der Workshop findet in Kooperation mit Feminismus im Pott im Rahmen der offenen Kulturwoche Sommerloch im AKZ Recklinghausen statt.

Feminismus im Pott wird mit einem Info-Stand vor Ort sein.

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