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Papier und Primärquellen: Archive als Herberge von Frauengeschichte

Papier und Primärquellen: Archive als Herberge von Frauengeschichte published on Keine Kommentare zu Papier und Primärquellen: Archive als Herberge von Frauengeschichte

von Anne Niezgodka

Silvia Bovenschen schreibt in der Imaginierten Weiblichkeit: „Auf der Suche nach dem geschichtlichen Einfluss der Frauen läßt sich an den historischen Dokumenten vor allem die Geschichte eines Verschweigens, einer Aussparung, einer Absenz studieren.“ Feministische Forschungen haben deswegen ja einerseits konventionelle (sprich: männlich-dominierte) Wissenschaften, Geschichtsschreibungen oder auch Künste durchforstet, um nach den Leerstellen zu suchen, um aus dem Nicht-Gesagten eine Frauengeschichte zu rekonstruieren. Der andere Weg ist mindestens ebenso archäologisch und detektivisch: Nämlich nach denjenigen Dokumenten und Spuren –und das heisst ja immer auch nach Frauenleben– zu graben, die jahre-, jahrzehnte-, jahrhundertelang bewusst unerwähnt geblieben sind. So können wir heute auf ganze Bibliotheken von Aufarbeitungen „verschwiegener“* Frauengeschichte zurückgreifen. Es gibt etablierte feministische Wissenschaften, Frauenbuchläden, -museen, -geschichtsvereine und nicht zuletzt Engagierte aus sämtlichen politischen und kulturellen Spektren, die auf ihr Recht des Gehört- und Ernstgenommen-Werdens pochen. Trotz dieser immensen Fortschritte, trotz formeller Gleichberechtigung oder vielleicht sogar angesichts der äußerlichen Emanzipation, sind weiterhin massive Ungleichheiten offenbar. Das bedeutet, dass lang nicht alles erkämpft ist, dass noch viele Geschichten schlummern und erzählt werden müssen.

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Foto: Anne Niezgodka

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„Manchmal muss man schreien!“

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von Käthe

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Quelle: https://www.flickr.com/photos/gruenenrw

Was kann eigentlich die Welt von Social Media für Feminismus bedeuten? Das ist eine sehr zentrale Frage. Und auch etwas, womit sich dieser Blog auseinandersetzt. Hier werden schließlich feministische Meinungen mit dem Wunsch veröffentlicht, Themen, die sonst weniger Beachtung in der Medienwelt finden, einen Raum bieten zu können. Ich, wie auch viele von euch wahrscheinlich auch, halte es dabei für selbstverständlich, dass unterschiedliche Meinungen und Diskussionen zu feministischen Themen eben im Internet, auf Blogs, bei Facebook oder bei Twitter besprochen werden. Aber die Frage, ob und wie wirksam diese Diskussionen im Netz sind und was sie eben für die offline-Realität bedeuten, ist eine, die ich auch nicht auf Anhieb für mich beantworten kann. Zum Nachdenken über bestimmte Aspekte des sogenannten Netzfeminismus hat mich letzten Samstag der Vortrag von Kathy Meßmer auf dem Frauenforum der Grünen NRW gebracht. Kathy ist eine der Mitinitiatorinnen von #aufschrei im Jahr 2013. Sie teilte in ihrem Vortrag ihre Bedeutung und auch Hoffnung, die sie in der Beziehung von Social Media und Feminismus erkennt.

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Aus dem Leben einer deutschen Feministin in Kolumbien

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von Leni Hartlinger

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Teresa

Nach Stationen in Bochum, Hannover und Köln ist Teresa vor über einem Jahr in die südamerikanische Millionenmetropole Bogotá ausgewandert, wo sie am Aufbau ihres Projekts „FRIESE“ arbeitet. Die Abkürzung FRIESE steht dabei für:

FReiraum – espacio libre, Inclusion – Inklusion, Educacion – (Aus-)Bildung, Sostenibilidad – Nachhaltigkeit und Enthusiasmus – Entusiasmo.

FRIESE ist ein Projekt für und mit Menschen, die vor besondere Herausforderungen gestellt sind und die durch außergewöhnliche Verhaltensweisen, Besonderheiten in der geistigen Entwicklung von der Gesellschaft als „behindert“ stigmatisiert und von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden.

Vor Ort hat die Sonderpädagogin schon viele Kontakte geknüpft, mit Verantwortlichen gesprochen und Unterstützer*innen für ihr ehrgeiziges Projekt gewonnen. Über ihre Internetseite und die Präsenz in den sozialen Medien berichtet sie ihren Mitstreiter*innen und Interessierten in den verschiedenen Ländern von den Fortschritten in Bogotá. Doch nicht nur in Kolumbien hat Teresa Sprenger Menschen gefunden, die sich für ihre Idee begeistern. Auch in Deutschland hat sich ein Freundeskreis zusammengefunden, der als Verein die Arbeit von FRIESE unterstützt. So werden auf kreative Art Spenden gesammelt, Sachspenden verwaltet und Praktika vermittelt. Im Januar 2015 soll nun die erste Crowdfunding-Kampagne für FRIESE an den Start gehen.

Uns hat Teresa ein wenig von ihrem Leben als Feministin in Kolumbien erzählt…

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